Pfeffernuss – Schneemänner am Kindergeburtstag

9 Kinder zwischen 5 und 8 Jahren basteln Schneemänner aus Peffernüssen:

Bei der Schul-Weihnachtsfeier sind 3-4 Tüten Pfeffernüsse und andere Dinge übrig geblieben und ich wurde gefragt, ob ich davon etwas mitnehmen möchte.

Da habe ich mir das Material für den Kindergeburtstag mitgenommen und mit 9 Kindern Schneemänner gebaut, ähnlich wie sie bei der Weihnachtsfeier vorgestellt wurden.

a2Das sind die 9 Schneemänner der Kinder und der große ist mein Schneemann (zu Demonstrationszwecken in einer Minute zusammengesteckt).

Das Basteln hat Spaß gemacht, war aber auch stressig und das totale Chaos!

Daher ein paar Notizen an mich selbst:

– Die Namen auf die Teller zu schreiben war eine super Idee! *auf die Schulter klopf*

– Doppelkekse als Sockel zu ergänzen war ebenfalls eine sehr gute Idee! (Die Schulversion steht sehr instabil)

– Nächstes Mal ggf. erst eine Runde durch den Garten toben lassen, damit sie ggf. etwsa ausgeglichener und ruhiger sind.

– Den etwas zu nass geratenen Zuckerguss nicht nochmal anzudicken war faul und saublöde. Die Ergebnisse haben darunter arg gelitten und es hätte viel einfacher sein können!

– Nächstes Mal die Kinder vorher Kuchen essen lassen. Einige waren mehr am Naschen, als am Basteln. Und zwar erstaunlicherweise nicht die kleineren, sondern zwei von den Größeren.

Das war der Geburtstagskuchen.

Kuchen

Ein großes Blech hatte ich gebacken, damit auch für das Familienkaffeetrinken etwas übrig bleibt. Dass ich auf 3/4 vom Blech sitzen bleibe, hatte ich noch nie!

Den Großteil der Pfeffernüsse und auch einiges an Kuchen haben meine Mädchen mitgenommen in den Kindergarten und in die Schule. So wurde wirklich alles gegessen und nichts weggeworfen.

Zuckerhäuschen und Pfeffernuss-Schneemänner auf der Schul-Weihnachtsfeier

Ich habe mich gefreut, als auf der diesjährigen Schul – Weihnachtsfeier der ersten und zweiten Klassen als Bastelevent Pfeffernuss-Schneemänner und Zuckerhäuschen aus Spekulatius vorbereitet worden waren.

aDieses Zuckerhäuschen und der Schneemann sind von meiner jüngeren Tochter (6 Jahre alt) gebastelt worden.

Die Sachen, die meine „Große“ gemacht hat, hat sie, kaum gefertigt, ihrer Lehrerin geschenkt.

Die eigentlichen Zuckerhäuschen waren viel größer. Das oben auf dem Bild ist aus kleinen Spekulatius vom Buffett gemacht. Die großen waren schon alle verbraucht, bis meine „Kleine“ mit zwei Schneemännern fertig war.

Adventskalender selbst gebastelt – 2013 (Bücher und Eulen gefüllt mit Süßkram)

Meine Tante hat mir über 30 Bücher von meiner Cousine geschenkt. Darunter auch 26 Disneybücher. Die meisten enthalten nicht die Geschichte des Spielfilms sondern eine kleine Nebengeschichte. 24 davon habe ich für den Kalender eingepackt.

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Die Zahlenvordrucke für die eingepackten Bücher sind von www.meinesevenja.de.

Ich habe sie in groß und in klein mit dem Farblaserdrucker ausgedruckt und einfach jeweils verschiedene Zahlen aufeinander geklebt.

Zum Beispiel die kleine 20 auf die große 1. So werden die Zahlenvordrucke noch bunter!

Aber nur Bücher hätten die Kinder sicherlich blöd gefunden. Was Süßes gehört irgendwie dazu.

Also habe ich mit den Kindern aus 24 Papprollen und buntem Origamipapier Eulen gebastelt und sie mit diversen Süßigkeiten gefüllt.

Und so sahen die beiden Adventskalender dann auf unserem über zwei Meter breiten Sideboard aus:

The kissing game

Dass Japaner manchmal das besondere lieben und sich z.B. gebrauchte Frauenunterwäsche aus dem Münzautomat um die Ecke ziehen, ist ja allgemeint bekannt. Nun hat sich in diesen lustigen Reigen eine neue Besonderheit eingereiht: Die virtuelle Freundin zum knutschen auf dem iPad. Welche Errungenschaften und Belohnungen man wohl freischaltet, wenn man die Lippen wie aufgefordert platziert und „gut küsst“?

ipad_kiss_game_1

Aquarium Sorgen

Die einzig positive Nachricht ist, dass die Gogonie jetzt fast permanent alle Ärmchen ausgefahren hat und daher ganz anders aussieht aus, als auf dem Foto oben.

Der Seeigel hat es leider nicht geschafft. Von ihm lag schon nach wenigen Tagen nur noch die harte Schale im Becken, der weiche Kerl ist weggefuttert worden.

Der Seestern hat anfangs das Beckens erkundet und sich eine schöne Höhle gesucht, in der er sich leider versteckt hielt, so dass man nur Teile von ein oder zwei Armen sehen konnte. Danach hing er eine Weile an der Rückwand und später lag er viel auf dem Boden herum. Er ist nach und nach geschrumpft und wurde ganz runzlig, vorgestern hatte er es dann wohl endlich geschafft auch zu sterben.

Und die Dornkoralle, die so toll gewachsen war, hat irgendeinem Tierchen im Becken wohl besonders gut geschmeckt, sie wurde in weniger als 24h auf mindestens zwei Etappen komplett kahl gefressen.

Und als ob das nicht reichen würde, haben wir nach wie vor ein Algenproblem. Ich schätze wir brauchen dringend 10-20 Turboschnecken und ggf. noch einen Herzseeigel oder einen Sanddollar, irgendwas, was den Boden säubert. An der Rückwand bilden sich trotz Silikatabsorber immer wieder schleimige Beläge und viele Grünalgen wachsen an den Steinen.

ebay – Ärger

Die meisten Menschen, mit denen man bei ebay Kontakt hat, tauscht man kaum drei Worte aus. Der Artikel ist durch Bilder und Text häufig ausreichend gut beschrieben, der zu bezahlende Betrag ergibt sich aus Auktionspreis plus (meist angegebenen) Porto-  und Versandkosten und über die Kaufabwicklungsfunktion bekommt der Verkäufer die Adressdaten und der Käufer die Kontodaten oder kann sogar bequem per Paypal bezahlen. Vorkasse ist üblich. Hat der Käufer das Geld auf dem Konto, schickt er den Artikel los. Alles könnte ganz reibungslos gehen. Ist man nett schreibt man ggf. noch eine positive Beurteilung – fertig.

Leider geht es nicht immer so rund.

Als Käufer bin ich schon enttäuscht worden, weil die Ware als „wie neu“ beschrieben wurde und dann doch deutliche Gebrauchsspuren hatte oder weil z.B. einmal eine unversichert verschickte Ware nie bei mir ankam und ich auf dem Verlust sitzen blieb.

Auch wenn mal jemand länger braucht, um mir meine Sachen zu schicken oder sich etwas ungeschickt ausdrückt, wenn es doch mal E-Mail-Nachfragen gibt, gebe ich positive Beurteilungen. Es soll ja auch Spaß machen. Ist ja wie ein Flohmarkt nur online.

Leider gibt es aber auch immer schwarze Schaafe. Überall, auch bei ebay.

Alle paar Monate verkaufe ich dort selbst auch mal ein paar wenige Sachen.

Selbst wenn auf 10-20 nette Ebayer eine blöde Person kommt, verdirbt einem das ziemlich den Spaß und kann dazu führen, dass Leute, die sich durchaus die Arbeit machen würden für unter 5€ Gewinnerwartung Sachen einzustellen, die Sachen lieber verschenken, spenden oder gar wegwerfen.

Eine Dame hatte, was zum Glück schon länger her ist, angeblich ein ersteigertes Buch nicht erhalten und den Auktionspreis zuzüglich dem Geld für das Porto zurückgefordert. Wäre sie höflich in der Wortwahl geblieben, wäre ich sogar bereit gewesen, das Geld zu überweisen, sogar inkl. Porto, auch wenn ich nichts dafür kann, wenn eine Sendung verloren geht. Aber was ich gar nicht abkann sind Leute, die eine aggressiv-fordernde-freche und ggf. sogar richtig unhöfliche Wortwahl anschlagen.

Ich bin eine sehr ehrliche Haut und mir ist Ehrlichkeit auch bei anderen sehr wichtig. Auch eine gewisse Höflichkeit finde ich wichtig. Anderen was vorgaukeln kann ich gar nicht gut und als Betrügerin bezeichet zu werden, möchte ich nicht auf mir sitzen lassen.

Eine andere Käuferin meinte, sie könnte den Preis nachträglich runterhandeln, weil der Artikelzustand nicht so wäre, wie im Auktionstext beschrieben. Zum Artikelzustand gibt es aber von ebay bei Büchern vorgebene Kriterien und an an denen habe ich mich orientiert. Wer absolut neuwertige Dinge haben möchte, sollte nicht gebraucht kaufen. Ich erwähne alles, was ich sehe (Markierungen, ggf. leichte Knicke im Buchrücken, die fast immer entsehen, wenn man Taschenbücher aufschlägt usw.) und wenn ein Buch nicht aussieht, wie frisch aus der Verpackung ausgepackt, dann verkaufe ich es auch nicht als neu. Auch hier macht der Ton wieder die Musik. Muss man denn gleich so ausfallend werden?

Nun habe ich jemanden, der erst trödelt und dann drängelt und das dann auch noch unter Androhung rechtlicher Schritte. Dabei kann ich nun wirklich nichts dafür, wenn die Post versucht etwas zuzustellen, aber die Leute nicht zu Hause sind und die Sendung zu mir zurück kommt.

Manche Leute haben einfach, für mein Empfinden, komische Vorstellungen und ein sehr merkwürdiges und unschönes Verhalten.

Trotzdem versuche ich mir den ebay-Spaß nicht verderben zu lassen. Immerhin hat mir heute ein sehr nettes Paar aus dem Harz, bei dem ich etwas ersteigert hatte, geschrieben.

🙂

 

Aquarium Update

Nun ist also schon eine ganze Weile seit Beckenstart vergangen. Die Bewohner sind z.T. schön gewachsen. Die eingesetzte Dornkoralle (Seriatopora caliendrum in grün) z.B. wurde ca. doppelt so groß in 3 Monaten (Dezember 2012).

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Ähnlich groß wie vor 3 Monaten dagegen ist die Krustenanemone (Parazoanthus sp. in gelb).

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Die Röhrenkoralle (Briareum asbestivum in grün) ist auch schön gewachsen.

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Die Anemone (Heteractis magnifica in grün) hat ihre Symbiose-Algen eingesiedelt und nun grüne Armspitzen, ist in die Mitte des Beckens gezogen und den beiden Clowns, die sie direkt adoptierten geht es immer noch gut darin. Auch die Clowns sind etwas gewachsen.

Auch dem Rest der Besatzung geht es gut.

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Heute neu dazu kam ein Pfaffenhut Seeigel (Tripneustes).

IMG_2365Ein Teil einer Gogonie in hell-beige (hier eingezogen, ich glaube eine Plexaura).

IMG_2379Dazu noch eine Krustenanemone (Zoanthus sp.) in schönem Grün, die bereits im Becken befindliche ist deutlich blasser. Hier noch klein und teilweise eingezogen.

IMG_2381Außerdem haben wir nun neben den vielen kleinen sich langsam vermehrenden weißen Seesternen (ca. 2-3cm) einen großen blauen (ca. 15cm, Linckia laevigata). Sehr schönes Tier, wird ev. ~30cm groß.

Aquarium Nutznießer

Als Ehefrau bin ich direkter Nutznießer des noch relativen neuen und leider recht kostspieligen Hobbies meines Mannes. Auch die Kinder sind täglich am gucken, beobachten und kommentieren.

 

Das Aquarium hat ja in den letzten Wochen für ein bisschen Frust, zumindest bei mir, gesorgt. Das Hobby ist ziemlich kostspielig und die Beratung, die wir im Fachgeschäft hatten, war meinem Eindruck nach nicht so toll. In den Fachforen wird man, wie in fast allen Foren, blöde angemacht, sobald man es wagt eine Frage zu stellen. Nach dem Motto, mach erst mal 20 Jahre lang Süßwasser – Aquaristik, lies 10 Fachbücher und halt die Fresse. Kenne ich so gut dieses Phänomen, dass ich gar nicht mehr in Foren selbst Fragen stelle, sondern nur noch alte Postings durchlese. Erst vor kurzem habe ich in einem Fachforum zu einem ganz anderen Thema eine so blöde Anmache bekommen auf eine ganz einfache Frage, dass mich das emotional total aufgewühlt hat. Ein paar Nächte darüber geschlafen hatte ich dann doch nochmal etwas dazu geschrieben, vor allem, dass man bei so einem Verhalten von Moderator/Adminseite, seine Community ziemlich vor Kopf stößt. Das Posting wurde dann gleich gelöscht. Jeder Forumsbetreiber kann einen dann einfach löschen.  Würde ich ein Fachforum betreiben, ich würde entsprechende Leute, die so aggressive und beleidigende Beiträge schreiben ermahnen und ggf. rauswerfen, aber nicht die Leute, die sich nett verhalten und einfach Hilfe suchen. Leider ist aber meine Art mit sowas umzugehen, wohl nicht die übliche. Die meisten Forenbetreiber machen diese Leute, die sich als allwissende Fachgurus empfinden, auch noch zu Moderatoren.

 

Aber ganz vom Frust über die offensichtlich mangelhafte Beratung und das in Büchern fehlende Know-how abgesehen, war es frustrierend, was mit der Anemone passierte, die wir zusammen mit dem ersten Anemonenfischpaar gekauft hatten. Sie hatte bei unserem bisherigen Zoofachhandel – Kölle Zoo 99€ gekostet. Die Abteilung dort sieht toll aus, die Tiere sehen toll aus, die Becken ebenfalls.  Einige der Verkäufer mit denen mein Mann gesprochen hat, sind wohl selbst seit Jahren oder gar Jahrzehnten begeisterte Meerwasseraquaristen. Der Verkäufer, den wir beim Kauf der Anemone hatten, hatte von uns alle wichtigen Daten bekommen: Wasserwerte, wie lange das Becken schon läuft, Beckengröße, Beleuchtung etc. Auf meine Nachfrage, warum dieses winzige Ding, das er uns geben wollte, schon so teuer sei, erklärte er mir, sie wäre tatsächlich so groß, wie eine andere im Becken, die er mir zeigte. Sie müsse sich nur komplett ausbreiten, sie könnte sich zurückziehen und eben auch ausbreiten. Die andere (große), wäre gerade nur zu gut im Felsen festgesaugt, er würde sie dort so schlecht abgekommen. Naja, ich glaube es war glatt gelogen, dass die ausgebreitet so groß wäre, wie die Größere im Vorführbecken. Die hatte eine Fläche von ca. 10x15cm überwuchert und unsere Anemone hat es nie auf mehr als ca. 5x5cm gebracht. Allerdings hatte sie auch kaum Zeit sich auszubreiten. Erst saß sie einige Stunden auf dem Platz, wo wir sie haben wollten. Nachts (in der ersten Nacht) allerdings verkrümmelte sie sich in die Felsen und die Garnelen, die eigentlich gekauft wurden, um die Glasrosen in Schach zu halten, fanden sie sehr lecker und haben sie unter zusätzlichen Stress gesetzt. Wir dachten schon, sie wäre tot. Nun hat sie sich aber vor ein paar Tagen doch wieder aus den Felsenhöhlen heraus getraut und hängt ganz klein und schlaf am Gestein, der Rückwand zugedreht. Sie sieht ziemlich grau und unfit aus und mich wundert es, dass das Ding noch lebt (und das trotz Futter). Hoffen wir mal, das sie sich wieder einfängt, jetzt wo die Garnelen aus den sicheren Höhlen raus müssten, um weiter an ihr zu stressen.

 

Ich bin überzeugt, dass wir hier nicht gut beraten worden sind und es vor allem darum ging und schnell viel Geld abzuknöpfen. Immerhin hatte alleine die Anemone 99,-€ gekostet, die Korallenableger pro Stück 39,-€ und dazu kamen noch die Anemonenfische, die als Päarchen ca. 60,-€ gekostet haben. Da kam ziemlich viel zusammen. Eine Schwall-die-Leute-nett–zu-und-verkauf-ihnen-möglichst-viel-Beratung zahlt sich nie aus.

 

Neben der Anemone haben sich noch andere Sachen nicht so gut vertragen. Von den drei kleinen teureren roten Einsiedlerkrebsen hat wohl keiner überlebt.  Erst hatten wir zwei und einer war nach kurzer Zeit weg, dann hatten wir noch einen nachgekauft, weil unsere Mädchen so vernarrt in die roten waren. Die Tierchen sind nun schon Wochenlang nicht mehr zu sehen. Auch einer der beiden blauen ist schon länger nicht mehr gesichtet worden.

 

Die Schnecke war in der letzten Woche häufiger von den größeren braunen Einsiedlerkrebsen ausgegraben und attackiert worden. Ich habe sie mehrmals wieder eingegraben. Aber eines Morgens war das Haus leer und die Krebse satt. Zwei Tage später hat sich dann auch einer das nun leere Häuschen geschnappt und ist dort eingezogen. Ob es im Moment noch so viele braune Einsiedlerkrebse sind, wie am Anfang, das überblicke ich nicht. Es sind ja auch immer mal welche irgendwo, wo man sie gerade nicht sieht. Aber ich habe auch hier den Eindruck, dass es schon wieder weniger geworden sind. Der Hinweis, dass die kleinen (roten) leichte und offenbar gern gesehene Beute sind, wäre sinnvoll gewesen. Der Verkäufer erklärte uns noch, dass die Anemone, die wir ursprünglich kaufen wollten, häufiger von den Clownfischen nicht so gut angenommen wird. Nun haben wir statt ihr eine 99,-€ Anemone, die ebenfalls nicht angenommen wurde, bzw. nachdem sie sich in die Steinhöhlen verkrümmelt hatte, vermutlich erst gar gefunden wurde.

 

Tja und was hat diese „hauptsache-verkaufen-Beratung“ zur Folge. Das sie uns als Kunden verloren haben. Nun haben wir es mit einem Meerwasseraquaristik – Online –Versandhandel versucht. Lebendtierversand, die Vorstellung fand ich eigentlich nicht so toll, aber ich war ziemlich positiv überrascht. Der Liefertermin wurde vorangekündigt und stimmte bis auf 1h. Die Sachen waren super verpackt. Die Styroporkiste steckte in einem exakt passenden Pappkarton, der für das Transportunternehmen etliche Aufdrucke und Aufkleber drauf hatte, damit ganz klar ist, dass es sich hier um lebende Tiere handelt und wie man dieses Paket zu behandeln hat. Die Sachen kamen einzeln in dickeren Tüten mit Metallclipsen, damit sie nicht auslaufen können. Damit sie nicht auskühlen, lagen mehrere Wärmekissen an verschiedenen Stellen in der Kiste (Boden, zwischen den Beuteln, auf den Beuteln…). Die Beutel kamen mit einer Temperatur von 18,8°C an und das, obwohl wir heute draußen Minusgrade hatten.

 

Einziges kleines Minus. Die verabredete Ankunftszeit war 10-12 Uhr und die Sendung kam um 9Uhr. Da mein Mann eine abklingende Erkältung und Urlaub hat, schlief er tief und fest und hat die Klingel nicht gehört. Er hatte ja auch zu der Uhrzeit noch nicht mit der Sendung gerechnet. Wäre ich nicht zu Hause gewesen, wären die Fische wohl Retour gegangen.

 

Zu den neuen Sachen…
Das einzige, was in der Liefer-tüte etwas schlaf aussah, war eine von den zwei Korallengrundeln. Sie lag überwiegend regungslos in ihrem Beutel und hat sich im Becken Grundel-typisch gleich an die Wand/Boden gehängt. Richtig überrascht war ich von der neuen Anemone. Sie ist um ein Vielfaches größer als die 99,-€ Variante von Kölle Zoo, sah richtig schön fit aus und das für die Hälfte des Preises. Bisher ist sie an ihrem Platz geblieben und die Clownfische haben sie innerhalb weniger Stunden gefunden und angenommen.

 

Das hat ein totales Glücksgefühl in uns allen ausgelöst. So macht Meerwasseraquaristik richtig Spaß! Auch die neuen Korallen haben mir richtig gut gefallen. Ihre Trägersteine sind nicht so künstlich rund. Sie passen dadurch optisch direkt viel besser ins Becken und nicht erst, nachdem sie ihren Transportstein überwuchert haben. Einige der Ableger sind ziemlich groß für relativ wenig Geld, zumindest im Vergleich zum Ladengeschäft-Zoofachhandel in der Nähe. Grob die Preise vergleichend schätze ich, dass man insgesamt bei einigen Sachen 50% oder mehr spart beim Online-Kauf. Eine Anemone in dieser Größe wollten sie im Zoofachhandel für 150€ (also 3x so teuer) verkaufen! Da die Beratung zur Besetzung im Zooladen ja nicht die beste war, auch bei mehreren Besuchen, in den Büchern leider viele wichtige Fragen unbeantwortet bleiben und man in den Foren nur geflamed wird, bleibt das Projekt Meerwasseraquarium wohl ein try & failure – Projekt, bei dem man es hinnehmen muss, wenn man auch mal einige Euros verliert.

 

Aber bei 99,-€, die wir ggf. versenkt haben, ist das natürlich hart. Ich hatte schon ziemlich geschluckt, als ich diese Preise gesehen hatte. Nun bin ich gespannt, wie sich die neuen Fische, Korallen und die Anemone so einleben. Es macht viel Spaß zu beobachten, wie sich das Becken immer wieder in kleinen Bereichen verändert. Vor kurzem habe ich vier kleine Seesternchen gleichzeitig gezählt. Anfangs waren wir uns nicht mal sicher, ob wir nur einen kleinen haben oder zwei, da sie immer etwas anders aussahen, aber wir sie nie gleichzeitig sehen konnten. Die, die ich jetzt gesehen hatte, hatten zum Teil nur wenig Zacken (z.B. 3) und hatten sich also erst kürzlich mittels Teilung vermehrt, während einer 8 Zacken hatte. Biologie zum zugucken, sehr spannend. Auch zu beobachten, wie die räuberischen Einsiedlerkrebse sich gegenseitig aus ihren Häusern rauswerfen, um mal probeweise das andere auszutesten, ist richtig abenteuerlich. Aktion im Becken. Klingt vielleicht freakig, aber bisher saß noch fast jeder Besucher minutenlang, mitunter auch ½-1h gebannt vor unserem Becken. Wenn wir dabei etwas aus dem Aquariumnähkästchen erzählen, hören sie gespannt zu. Erstaunlich. Ich hätte früher Aquaristik für eine totale Freak-Randgruppen-Thematik gehalten.

 

Was im Moment noch etwas schade ist, ist das Aussehen der Rückwand. Sie ist noch voller brauner Algen, auch wenn es schon deutlich weniger geworden sind. Im Zooladen hatten wir ein Becken gesehen, das keine typische Rückwand hatte. Also nicht blaue Folie oder Fotofolie mit Meerwassermotiv oder so eine künstliche Felsenlandschaft oder sowas. Es sah eher wie viele kleine (lebende) Korallen aus. Angeblich Seepocken. Sie sah so sehr natürlich aus und hat uns gut gefallen. Es hieß, die würden von alleine wachsen. Sie wären sogar eine Plage. Das würde kommen, wenn man die Scheiben nicht regelmäßig putzt. Wir sollten also einfach die Rückwand nicht putzen, dann würden sie alleine vollwachsen und sich nach und nach immer weiter ausbreiten. Tja. Naja… die ungeputzte Rückwand über Wochen und Monate sieht nicht gerade schön aus und bisher hat sich keine einzige dieser kleinen Korallen blicken lassen. Vielleicht sollten wir doch nochmal in den Fachhandel gehen und gezielt nach ein paar kleinen Ablegern fragen.

x.te Woche: Wachstum und weiterer Besatz

Mittlerweile habe ich aufgehört die genauen Wochen zu zählen und prüfe die Wasserwerte auch nur noch in größeren Abständen, da man beim täglichen Betrachten und Scheibenreinigen des Aquariums auch ohne konkretes Nachmessen kleinste Veränderungen mitbekommt mit ein wenig Übung. Sie sind weiterhin stabil und dort wo sie sein sollten.

Es hat sich mittlerweile einiges getan im Becken. Bis auf die erste Anemone, die nun schon viel gewandert ist, hat der vorhandene Besatz teilweise in so kurzer Zeit bereits das 1,5 bis 2fache an Größe erreicht. Auch die Garnelen (Lysmata wurdemanni) sind schon recht proper geworden. Ein paar Glasrosensprösslinge / Trompetenanemonen (Aiptasia diaphana) wurden brav von ihnen vernascht, es gibt nur noch einige ganz große Exemplare.

Altbestand 1 Altbestand 2 Altbestand 6 Altbestand 5 Altbestand 4 Altbestand 3

Zusätzlich sind einige Tierchen von selbst gesprossen, die Glasrosen/Trompetenanemonen (Aiptasia diaphana) sind teilweise echt groß, so dass ich sie mit Zitronensaft in einer Spritze abgelöst und aus dem Becken genommen habe. Hier z.B. ein „Prachtexemplar“, bevor es der Zitronensaftspritze begegnete.

Altbestand 7Am mittleren Stein ist ein kleiner Korallenflaum aufgegangen, dessen Name ich (noch) nicht kenne.

selbst gewachsen 1 Am linken Gestein wächst eine rote Koralle, die nun auch schon recht groß geworden ist. Im Moment ist sie allerdings teilweise von einer Algenschicht überwuchert, von der die Flitzekrabbe (Percnon gibbesi) aber schon wieder ein wenig abgeknabbert hat.

selbst gewachsen 2

Am Steinsockel der oberen rosa Steinkoralle ist ebenfalls eine neue Koralle gewachsen, mitterweile ca. 2,5cm groß (im Bild unter dem rosa Schirm).

selbst gewachsen 3

Leider wurde unsere Babylonia sp. Schnecke von den Einsiedlern erwischt. Nun läuft einer von ihnen stolz in ihrem gekaperten Gehäuse herum. Sie hat bestimmt lecker geschmeckt. Unsere roten Einsiedler sind auch dauerhaft verschwunden. Die braunen und auch der Tricolor Einsiedlerkrebs halten aber wacker die Stellung.

 

Nun kam also heute endlich weiterer Besatz ins Becken. Diesmal hatte ich ihn aufgrund der enormen Preisunterschiede online bestellt, bei Mrutzek Meeresaquaristik. Trotz aktuell eisiger Temperaturen kam er wie in den Nutzerkommentaren auf der Webseite oft gelobt, lebend und gesund hier an. Man kann, wie auch schon bei der Material und Technikauswahl für das Becken, durch Onlinekauf enorm viel sparen. Das kennt man ja schon von Elektronik-Komponenten: Großes Sparpotential bei Online-Preisvergleich und -kauf. Bei Geräten aus USA geht das teilweise in unverschämt krasse Preisunterschiede. Bei Meeresaquaristik gilt das ebenfalls – quer über alle Technik-Komponenten und Tiere – schnell findet man krasse 50% Preisunterschied. Genau informieren und suchen spart Frust und viel Geld. Wie auch beim Elektrofachhandel hat der nette überzeugende Fachverkäufer manchmal tatsächlich Zeit und Ahnung von der Materie, manchmal aber auch einfach nur Lust auf Dein schnelles Geld.

 

Nach einer Probeaufstellung wurden die Korallen mit 2 Komponenten Korallenkleber fixiert, auch der Altbestand. Ohne Kleber hatten es die Einsiedlerkrebse hin und wieder geschafft, die Aufbauten vom Riffgestein zu werfen, sobald sie ihre großen Muschelhäuser daran vorbei zerrten. Insgesamt kamen heute neu ins Becken

2x Samtkorrallenfisch (Premnas biaculeatus/epigramma Gold)

Sie sind allerdings so wuselig, dass ich noch kein gutes Foto von ihnen habe. Sie vertragen sich gut mit den beiden anderen Clowns und schwimmen nun teilweise im kleinen Schwarm um ihr großes Weibchen. An dieser Stelle ein Platzhalterfoto, entliehen von meerwasser-lexikon.de.

Neue ClownsDazu dann noch eine kompatible Anemone, also eine

1x Anemone (Heteractis magnifica) in grün.

Von ihr habe ich auch ein kleines Video aufgenommen.

Bereits vor Beginn der ersten Nacht hat das „alte“ Clowns-Päarchen sie als ihre neues Kuschelplätzchen angenommen.

1x Krustenanemone (Zoanthus sp.) in grün

Hier noch „eingezogen“.

Zoanthus sp. Grün

1x Krustenanemone (Parazoanthus sp.) in gelb

Parazoanthus sp. Gelb1x keine Scheibenanemone (Ricordea florida) in grün

Leider etwas unscharf geworden auf dem Foto.

Ricordea florida1x Röhrenkoralle (Briareum asbestivum) in grün

Noch ein Ableger und derzeit noch recht klein.

Briareum asbestivumLeider war die bestellte knallgelbe Kelchkoralle (Tubastrea faulkneri) doch nicht lieferbar und so wurde es

1x Kelchkoralle (Tubastraea sp.) in schwarz

Tubastrea micrantha sp.

1x Steinkoralle (Turbinaria patula) in grün

Von ihr gibt es ein Video

1x Dornkoralle (Seriatopora caliendrum) in grün

Seriatopora caliendrum grün1x König-Salomon Zwergbarsch (Pseudochromis fridman)

mit schöner lila Färbung

Fische Pseudochromis fridmani2x Korallengrundel (Gobiodon okinawae) in gelb

Auf dem Foto verstecken sie sich noch am Becken-Rand frisch nach dem Eingewöhnen und anschließendem Einsetzen.

Fische Gobiodon okinawae2x Gelbschwanzdemoiselle (Chrysiptera parasema)

Da sie auch sehr wuselig sind gibt es hier noch kein Foto. An dieser Stelle ein Platzhalterfoto, entliehen von meerwasser-lexikon.de.

Chrysiptera parasema

Hier noch ein kurzes Video, in dem sie zusammen mit den Clows ihre Kreise ziehen.

Tja nun hoffen wir, dass die Tiere die nächste Zeit gut überstehen und sich bei uns wohlfühlen. Das erste Futter gibt´s gleich Morgen!

„Meine Lehrerin sagt, ich soll so schreiben, wie ich es höre“

Oh Graus dachte ich noch vor der Einschulung, das kann ja lustig werden.

Ich selbst habe spätestens ab der fünften Klasse unter den Folgen einer Lese-Rechtschreibschwäche gelitten. Meine Diktate in der Grundschule waren noch ganz ok. Ich war immer verärgert, dass ich, wenn es keine „geübten“ Diktate waren, viel schlechter abschnitt, als eine meiner zwei besten Freundinnen. Ich wusste auch nicht gewusst, wie ich mich verbessern konnte und das war frustrierend. Ich habe auch damals schon gelesen. Ich war sicherlich keine Leseratte, aber ich habe Bücher auch nicht völlig verschmäht. Während es in der Grundschule noch dreien und vieren in Diktaten gab, gab es ab der fünften Klasse dann 5en und 6en in Deutsch und später dann in Englisch bei vereinzelten puren Diktat-Klassenarbeiten. Bei meinem vier Jahre jüngeren Bruder war die Schwäche so heftig ausgeprägt, dass sie zum Ende der ersten Klasse massiv auffiel und er freiwillig die erste Klasse wiederholte. Er hat dann auch gezielt, von meiner Mutter privat finanziert, Hilfe von einer auf Legasthenie spezialisierten Logopädin bekommen. Viele Jahre lang. Ich habe die ganze Unter- und Mittelstufe mit dieser Schwäche zu kämpfen gehabt, vor allem auch weil meine Lehrer sie nicht akzeptiert hatten. Nach dem Motto: „Legasthenie gibt es nicht, es gibt nur faule Kinder!“. Ganz toll. Ich habe zwar gelesen, aber nicht stundenlang am Tag. Zwar durften meine Lehrer, nachdem ich dafür ein psychologisches Attest hatte, meine Klassenarbeiten für ein oder zwei Jahre nicht so bewerten, wie die meiner Klassenkameraden, aber das stank einigen meiner Lehrer gewaltig und ich hatte übel mit dem Druck zu kämpfen, den vor allem mein Englisch- und mein Französisch – Lehrer aufbauten. Da wurde ich dann einfach ständig zu Vokabeltests und Hausaufgabenkontrollen aufgerufen und bekam schon aus Prinzip mündlich eine fünf. Selbst als ich gezielt in Französisch versuchte mich so oft wie es nur irgend geht zu melden und darüber eine Checkliste führte, gab es wieder eine fünf am Ende des Halbjahres und die ganze Klasse stand hinter mir, als ich mich versuchte dagegen zu wehren. Da gab es damals einige, wie (nicht nur) ich finde, ungerechtfertigte blaue Briefe. Aber das ist alles lange her und Schnee von gestern. Immerhin, ich musste keine Ehrenrunde drehen und bereits in der Oberstufe hatte ich, dank vielem Lesen die Anzahl meiner Fehler soweit reduzieren können, dass sie sich nicht mehr von der anderer Schüler ohne Lese-Rechtschreib-Schwäche unterschied bzw. ich sogar weniger Fehler machte. 🙂

In der zehnten Klasse wusste ich  bereits, dass ich mich nach dem Abitur für ein bestimmtes Studium einschreiben möchte und für dieses gibt es einen hohen Numerus Clausus. Ich habe mich damals sogar für einen Schulwechsel interessiert und darüber informiert, weil ich von einer Schule in unserer Stadt gehört hatte, die eigendlich für Schüler von Gesamt- oder Realschulen gedacht ist, damit diese dort ein allgemeines Abitur machen können. Aber sie nahmen auch Schüler von umliegenden Gymnasien auf und das wäre meine Chance auf einen schmerzfreien Einserschnitt gewesen. Ich habe mich dann aber doch für die schwerere Variante entschieden und bleib an meiner Schule. Die Oberstufe war meine Rettung. Hier wurden die Karten neu gemischt. Ich hatte plötzlich lauter neue Lehrer, die mich noch nicht kannten und gleich abgeschrieben haben und ratz fatz war ich nicht mehr immer 4 und auf der Kippe in den Sprachen, sondern gut, sehr gut sogar. Trotzdem war es ein Kampf. Ein Kampf gegen diese Schwäche und gegen die Willkür einiger meiner damaligen Lehrer.

Entsprechend bin ich natürlich sensibilisiert.

Heute kann ich schmunzeln über die lustigen Worte, die meine Tochter 3 Monate nach ihrer Einschulung schreibt, die Frage ist nur, wie lange?

PFERT = Pferd

KASTANJ = Kastanie

NÜSE = Nüsse

WAmPIR = Vampir

GSchBÄNSTA = Gespenster

GRUSILWALT = Gruselwald

MÖPSE = Möpse (sie meint damit die Hunde…)

ZWRGE = Zwerg

Meine Tochter lernt nicht klassisch das ABC sondern sie lernt die Buchstaben nach einer Lauttabelle. Da gilt es dann zu entscheiden bzw. zu erfragen ist das nun ein „Je“ wie Jacke oder ein „Je“ wie Yoga. „Ke“ wie Koffer oder wie in Computer. Während viele Erst- und Zweitklässler Mamas davon überzeugt sind, dass das ein tolles Lernkonzept ist, weil sie Kinder schon bis zu den Herbstferien selbst schreiben können (wenn das das so bezeichnen kann^^) und spätestens in den Osterferien auch schon lesen können, sind die Mamas von Dritt- und Viertklässlern die ich bisher dazu gehört habe im Nachhinein davon eher nicht sehr überzeugt. Wohl erst zum Ende der zweiten Klasse bekommen die Kinder in unserer Schule erste Schreibregeln mit. Davor dürfen sie kreuz und quer groß und klein mixen. Das sieht dann so aus: „WALd“ oder „NaSE“. Hauptsache das Wort wird am Anfang groß geschrieben. Was dann natürlich dazu führt, dass sie auch die Artikel, Verben, Adjektive usw. groß schreiben aber bereits ab dem zweiten Buchstaben zum Teil kleine Buchstaben benutzen, weil sie diese auch lernen. O_o

Außerdem sie dürfen und sollen sie so schreiben, wie sie es hören.

Ab Mitte/Ende der zweiten Klasse lernen die Kinder die „Namenwörter“, „Wie-Wörter“ und „Tun-Wörter“ zu unterscheiden und lernen, dass die „Namenwörter“ einen Begleiter haben. Ich glaube wir haben gleich die korrekten Bezeichnungen gelernt. Schon komisch, einerseits lernen die Kinder ab der ersten Klasse Englisch, aber Begriffe wie Hauptwort, Nomen oder Substantiv will man ihnen wohl nicht zumuten.

Ende der zweiten Klasse also lernen die Kinder zumindest für einfache Sätze greifende Regeln, nach denen sie sich orientieren können. Ab Ende der zweiten Klasse, spätestens in der dritten Klasse gibt es dann erste Diktate. Wer vorher eher lesefaul war, hat jetzt wirklich ein Problem. Denn die „ich darf so schreiben, wie ich es höre“ – Regel gilt dann natürlich nicht mehr. Und das macht wohl vor allem vielen Jungs Probleme. Die Mädchen lesen wohl tendenziell mehr und kommen mit dieser späten Umstellung besser zurecht.

Ich fürchte ich bin mit 33 Jahren für diese modernen Lernmethoden bereits zu altmodisch. Das Konzept die Buchstaben nach einer Lauttabelle zu lernen, finde ich ganz gut, nicht aber, dass man uns Mamas verbietet falsch geschriebene Worte zu korrigieren. Angeblich würden wir die Kinder damit bremsen, weil sie dann ständig negative Erlebnisse haben. Klar, bei dem Blatt oben wären von 8 Worten 7 korrigiert. Das hat ein gewisses Frustpotential.

Außerdem bin ich mit den Konzept überfordert. Wie soll ich meinem Kind erklären, dass der Buchstabe e am Ende eines Wortes wie z.B in Ente. Eher wie eine Mischung aus e und ä klingt und nicht wie ein klares E wie in Elefant. Oder das wir „Schtob“ sagen aber es sich Stop schreibt. Gerade in Hessen mit dem Dialekt ist das für die Kinder nicht gerade einfach. Da wird aus einem Eimer ein „Eima“. Auch viele -ch´s werden vernuschelt zu einem sch. Die Kinder schreiben das bis zum Ende der zweiten Klasse also x-mal falsch. Ob sich das nicht falsch einprägt?

Angeblich sollen die Kinder noch nicht im Kindergarten die Buchstaben lerne, auch nicht für ihren eigenen Namen. Da die Eltern bzw. Erzieherinnen häufig nicht wissen, wie die Strichreihenfolge ist. Also z.B. das für das T erst der senkrechte Strich gemacht wird, dann der waagerechte. Ich habe gemerkt, dass ich beim großen T die Striche in der falschen Reihenfolge schreibe. Da hat man Angst, dass sie sich für das Erlernen der Schreibschrift wichtige Reihenfolgen falsch aneignen und dann mit viel Korrektur umgelernt werden müssen. Ich fürchte das, genau das steht uns für „WALT“ (Wald) und andere Wörter bevor.

Abgesehen von diesem Lernkonzept, von dem ich noch nicht überzeugt bin, finde ich unsere Grundschule allerdings super. Die Lehrerinnen wirken alle sehr nett und ich habe den Eindruck, dass sie alle gerne (Kinder) unterrichten.

Lediglich die Nachmittagsbetreuung, die durch einen Verein stattfindet und mit Lehrerinnen nichts zu tun hat, scheint schlecht zu sein. Die beiden Frauen, die das machen, haben keine pädagogische Ausbildung und machen diesen Mangel nicht gerade dadurch wett, dass sie besonders engagiert wären. So zumindest sagt man. Ich habe schon von einigen Richtungen entsprechende Lästereien gehört. Ich selbst sehe die beiden Damen eigentlich immer nur auf ihren Smartphones rumklimpern oder miteinander schwätzen, wenn die Kinder im Hof spielen und bin froh, dass ich diese Betreuung aktuell nicht brauche.